Hotel Naudererhof

Hotel NaudererhofTourentipps – Wanderungen

Tourentipps – Wanderungen

1. Edelweißsteig

Im Zeichen der schönsten Alpenblume

Seinen Namen verdankt der neue Nauderer Edelweißsteig der botanisch herausragenden Lage am Reschenpass: Edelweißwiesen säumen den neuen Wanderpfad und ziehen die Blicke auf die wohl bekannteste, unter Naturschutz stehende Alpenblume. Vom Zugang über Parditsch in Richtung Bazahler Kopf bzw. über Labaun in Richtung Fluchtwand erwandern geübte Bergsteiger auf 0,5 km Länge rund 130 Höhenmeter. Festes Schuhwerk, gute Ausrüstung sowie Erfahrung im alpinen Gelände sind Voraussetzung für ein sicheres Bergerlebnis auf dem schwarz markierten Wanderweg. Wandern & genießen: Neben der sportlichen Herausforderung lockt der Edelweißsteig mit einem beeindruckenden Bergpanorama, das die Blicke im Dreiländereck ins Schweizer Engadin sowie ins Vinschgau bis zum Ortler (3.905 m) schweifen lässt. Für das leibliche Wohl sorgen die Jausenstation Parditschhof (1.641 m) und die Labaunalm (1.977 m).

 

2. Nauderer Höhenweg

Hochgefühl mit Aussicht

Eine im Wortsinn aussichtsreiche Wanderung mit Start auf Bergkastel ist der Nauderer Höhenweg, ein wunderschöner Panoramaweg. Die Wanderung verläuft ohne große Steigung entlang der Waldgrenze. Über eine Gesamtlänge von 11 km bis hin zur Labaunalm (1.977 m) genießen Wanderer einen einzigartigen Dreiländer-Rundblick.

 

3. Schwarzer See

Naturdenkmal

Auf 1.712 m Seehöhe liegt ein Tiroler Naturdenkmal: der rund 2,3 ha große, unter Naturschutz stehende Moorsee „Schwarzer See“ hoch oberhalb von Nauders. Majestätisch thront der Große Mutzkopf über dem Gewässer, das nahe an der Grenze zur Schweiz eine besondere Artenvielfalt beheimatet. Seerosen blühen an den Ufern, Stockenten und Wasserreiher bevölkern den See. Kein Wunder, dass die Einheimischen dieses pittoreske Juwel gerne „Klein-Kanada“ nennen. An den Ufern wachsen Fichten und Zirbenwälder, verschiedene Gräser, Heidel- und Preiselbeeren. Von Nauders aus erreichbar ist er über Riatsch entlang alter Karrenwege. Der nicht allzu steile Anstieg führt auf jenes Hochplateau, auf dem der See liegt.

 

Höhenmeter sparen – Wer den See „nur“ umwandern möchte, kann sich einige Höhenmeter sparen. So geht’s: Mit dem Sessellift (gelegen an der Straße Richtung Engadin) einfach hinauf bis zum Kleinen Mutzkopf fahren und anschließend den See und seine herrliche Waldumgebung gemütlich erkunden. Zu Fuß geht man ab Nauders zirka eine Stunde bis zum See. Ganz in der Nähe des Schwarzen Sees liegt übrigens sein kleiner Bruder, der ebenfalls unter Naturschutz stehende Grüne See.

 

4. Dreiländergrenzstein

Internationales Panorama

Ein Klassiker für Wanderfreunde: der abschnittweise grenzüberschreitende Panoramahöhenweg zum Dreiländergrenzstein auf knapp 2.200 m. Ins Blickfeld rücken dabei Ortlermassiv und Reschenstausee in Südtirol sowie das schweizerische Engadin. Die Natur drückt der Wanderung ihren Stempel auf: Hochmoore, das Naturdenkmal Schwarzer See, der Grüne See und traumhafte Wiesen machen Bergsommerstimmung. Dank Auffahrt mit der Sesselbahn zum Kleinen Mutzkopf spart man zu überwindende Höhenmeter. Von dort geht’s dem Weg folgend Richtung Großer Mutzkopf zum Dreiländergrenzstein.

 

5. Plamort

Beeindruckende Aussichten

Der Plamortboden auf mehr als 2.000 m Seehöhe ist eine Hochmoorfläche mit uraltem Zirbenbestand direkt an der Grenze zwischen Nord- und Südtirol. Der bezaubernde Ort ist Zwischenstation bzw. erstes Ziel einer Wanderung, die hinüber nach Südtirol in den Ort Reschen am Reschenstausee und entlang der Via Claudia Augusta wieder zurück nach Nauders führt. Dank der Seilbahn sind praktisch keine Höhenmeter im Aufstieg zu bewältigen. Der überwiegende Teil der Wanderung verläuft abwärts bzw. relativ eben. Der Blick zum Ortler, mit 3.905 m die höchste Spitze von Tirol, verspricht beeindruckende Aussichten. Entlang der Reschengrenze wurde in den Jahren 1936 bis 1942 eine umfangreiche Verteidigungslinie (Teil des Alpenwalls) mit Bunkeranlagen, Gefechtsständen, Panzersperren, Kasernen und Nachschubstraßen zum Schutz einer Invasion von Hitler-Deutschland angelegt. Die Bauarbeiten wurden auch nach dem offiziellen Bündniseintritts Italiens unter strengster Geheimhaltung fortgesetzt, im Oktober 1942 jedoch nach wiederholtem Protest des deutschen Reichs eingestellt. Nachdem die Bunker und Sperren seit 1963 dem Verfall preisgegeben waren, hat man sich vor Jahren ihrer angenommen, saniert und zum Teil zugänglich gemacht. Die Gefechtsstände samt Unterkünften sowie die Panzersperre am Plamortboden (2.050 m) hoch über Nauders sind ein beliebtes Ziel für Wanderer und Mountainbiker, die den Hauch der Geschichte hautnah spüren und die tolle Aussicht auf den Reschensee genießen wollen. Auch Teile der Bunkeranlagen in Graun/Südtirol sind mit Führung zugänglich.

 

6. Uina Schlucht

Sagenhafte Dreiländer-Tour

Das Val d’Uina ist ein kleines Nebental im Unterengadin (CH) und mündet bei Sur En (Sent) in das Inntal. Dieses kleine Dorf ist auch Endpunkt einer empfehlenswerten Wanderung, die am Übergang vom Vinschgau (I) ins Engadin bei Schlinig beginnt. Sie führt über die Sesvennahütte und den Schlinigpass (2.295 m) auf dem aus dem Fels gehauenen Schmugglersteig hinunter zur Alm Unia Dadaint und weiter bis nach Sur-En.  Fahrt mit dem Wandertaxi von Nauders nach Schlinig (Südtirol). Schöner Aufstieg zur Sesvennahütte, 2.256 m. Nach einer gemütlichen Rast geht es über Almböden hinunter zum Einstieg der Schlucht. Ein ausgesetzter, breiter Weg führt durch die imposante Felsschlucht. Weiter im Abstieg erreichen wir die verlassene Alm Uina Dadaint und unser Endziel Sur En. Rückfahrt mit dem Taxi nach Nauders. Geführte Wanderung lt. Wochenplan.

uinaschlucht

 

7. Goldseen

Natürliches Gold sehen

Ebenfalls zu empfehlen: die Wanderung zu den Goldseen. Die beiden herrlichen Karseen liegen in einem einsamen Bergkessel, umrahmt von faszinierenden Gesteinsformationen. Der Weg führt durch einen alten Zirbenwald zu einem Aussichtsplatz am Alpboden.

 

8. Rundwanderung – Kaiserschützenweg

Der Wanderweg führt von der erst im zweiten Weltkrieg erbauten Zettler Alm zu den Sellesköpfen. Von dort aus führt der Rundwanderweg entlang zahlreicher Ausblicksmöglichkeiten, wie zum Hohen Turm oder hinunter nach Altfinstermünz. Vorbei an alten Wehranlagen, verfallenen Stellungen und begehbaren Felskavernen, die gemeinsam mit der Festung dem abfangen des Feindes dienten. Bei der Abzweigung des Finstermünzblickes ist es möglich den Weg Nr. 2 zum Ausgangspunkt zurück ins Dorf zu gehen oder den Kaiserschützenweg zurücklaufen.

Schwierigkeit: mittel   Dauer: ca. 2,5 Stunden  100 hm  1,5 km

Hinweis: Es wird nicht empfohlen den Kaiserschützenweg von Selles zur Festung hinunterzulaufen!

Kaiserschützensteig – Unterwegs auf den Spuren der Vergangenheit!

Naturerlebnis, kombiniert mit Relikten aus längst vergangenen Tagen, erwartet Wanderer auf dem revitalisierten, neuen Kaiserschützenweg in Nauders. Entlang des spannenden, mittelschweren Rundwanderweges erzählen informative Schautafeln von der Geschichte des Ersten Weltkrieges und von der Bedeutung des Reschenpasses als Alpenübergang.  Verfallene Stellungen und begehbare Felskavernen hoch über Nauders sind stille Zeitzeugen der Geschehnisse im Ersten Weltkrieg, der vor gut 100 Jahren zu Ende gegangen ist. Die treuen Kaiserschützen des Landes waren damals zur Grenzverteidigung eingesetzt und sind namensgebend für den heutigen Themenweg. Erbaut zum Schutz von Tirol als Teil der österreichisch-ungarischen Monarchie, wurden einst Lauf- und Schützengräben eingerichtet, Wald zur freien Sicht gerodet, Drahtverhaue aufgestellt und Kavernen (begehbare Hohlräume) als Soldaten-Unterkünfte tief in den Fels geschlagen.

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